Podiumsdiskussion über „Wege aus der Krise“
Die JU Ehingen hat unter Vorsitz von Manuel Hagel am 6. Mai 2009 im Gasthaus „Schwanen“ eine Podiumsdiskussion veranstaltet. Als Redner waren Unternehmer Manfred Tries, Pfarrer Kaspar Baumgärtner und CDU-Wirtschaftsexperte Oswald Metzger eingeladen.
Als einen der maßgeblichen Verursacher der Krise führte Oswald Metzger die Kreditfinanzierung und daraus resultierend die hohe Verschuldungsrate vieler vor allem großer Firmen an. Auch die Politiker und Landesbanken tragen einen Teil der Mitschuld. Metzger betonte, dass zu einfache Ansätze keine Lösung sein könnten: „Wir treiben den Teufel mit dem Beelzebub aus.“ Vor zahlreichen Bürgern und Mitgliedern des CDU-Stadtverbands wetterte der Finanzexperte gegen die Politik, die zu wenig Moral zeige.
Manfred Tries monierte die maßlose Gier, die viele Unternehmer dazu treibt, ins Unermessliche zu investieren. Bei einem Tief wären diese Aktionäre auf staatliche Kredite angewiesen. In seinem Unternehmen werde das erwirtschaftete Geld wieder in den Betrieb gesteckt, damit man keine Mitarbeiter entlassen müsse, erklärte Tries.
Zu Solidarität statt Egoismus rief auch Kaspar Baumgärtner auf. Der einzige Wert, den die Parteien heute vermitteln, sei Macht. Wirtschaftspolitik werde nicht langfristig genug geplant. Außerdem steht für Baumgärtner der Mensch zu wenig im Mittelpunkt. „Gewürdigte Mitarbeiter sind die effektivsten“, meinte er.
Ein Lösungsansatz ist laut Tries eine Veränderung der Wirtschaft in Richtung Umweltschutz. Er forderte klare Strukturen von der Regierung und warf ihr Rechtfertigung vor.
In einer Gesellschaft, in der der tertiäre Sektor überrepräsentiert ist, dürfe die Industrie nicht vernachlässigt werden, so Metzger. Auf Nachfrage von Manuel Hagel erklärte er, dass ein wichtiger Schritt auf dem Weg aus der Krise die Subsidiarität sei: „Die Wirtschaft ist in der Lage, sich selbst zu heilen, nur muss der Staat etwas mithelfen.“
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